Travel Diary Indonesia part 0 (July to August 2004) <<back
23.07.2004 04:42:00 PM - nic
Indonesien

Aktive Vulkane, Kraterseen, tropische Regenwaelder und viele viele Menschen. Das viertgroesste Land der Welt erstreckt sich vom asiatischen Festland bis nach Australien ueber drei Zeitzonen. Die ca. 220 Mio. Leute sprechen mehr als 300 Sprachen und ihr Hochdeutsch ist Indonesisch, was bis auf gewisse Ausnahmen dem Malaysischen entspricht. Sie praktizieren alle grossen Weltreligionen, hauptsaechlich den Islam. Es ist das groesste Islamische Land der Welt. Nebenbei hat es aber auch Hinduismus, Buddisten, Katholiken und Protestanten. In den meisten Faellen werden diese Religionen aber etwas abgeaendert und nicht so streng praktiziert.

Es ist den Hollaendern zu verdanken das diese 13 bis 17000 Inseln vereint sind, diese haben hier zu den Kolonialzeiten "gewuetet" (Dank ihnen gibts aber auch viele super Baekereien...). Anschliessend wurde das Land mit Militaergewalt regiert und Sprachfreiheit blutig unterdrueckt. Die letzte Presidentin, die momentan um die Wiederwahl kaempft, ist verhaeltnissmaessig liberal, was dazu fuehrt, das sich die Leute jetzt erheben und sich auch getrauen ihrem Unmut Luft zu machen. Dies fuehrte auch zum juengsten Land der Welt East Timor in 1999. Im weitesten Sinn sicher auch zum Bombenanschlag auf eine Touristendisco in Bali vor ca. zwei Jahren. Diese Beispiele fuehren auch andere Gebiete zu "Unruhen", wo man zu gewissen Gebieten als Tourist auch gar keinen Zutritt mehr hat und andere aus Vernunftsgruenden auch besser einfach ausgelassen werden sollten. Eigentlich hilft es nur die Auswahl der Orte, die man sehen moechte etwas einzuschraenken.Die Annahme liegt meiner Meinung nach nah, dass East Timor nur der Anfang war und das Indonesien in ferner Zukunft immer mehr in einzelne Laender zerfallen koennte...

Anscheinend scheint der Tourismus stark unter diesen Gegebenheiten zu leiden. Trotz Hochsaison sehr wenige westliche Touristen. In Sumatra haben wir die Insel Samosir in einem Kraterlake aufgesucht. Das Guest House hier hatte das letzte mal zwei Besucher im Mai, davor keine dieses Jahr! Es war wirklich sehr exklusiv die ganze Infrastruktur fuer uns allein zu haben. Das ganze Restaurant wurde extra fuer uns zum Leben erweckt und irgendwie haben sie es auch fertig gebracht von einer riesen Speisekarte fast alle Menus herbeizuzaubern. Hier kostet eine Hausmiete pro Jahr ca. 500 CHF, der Kauf eines Hauses mit rund 500 Quadratkm etwa 5000 cHF und der monatlich Strom und Wasser Bezug rund 5 CHF! Und trotzdem ist es irgenwie unvorstellbar, das diese Familie nur von unserem Beitrag wieder fuer die naechsten zwei Monate genug zum Leben hat...
Uebernachten zu zweit ist rund vier CHF (Diese Zimmer sind immer seehr runtergekommen, schmutzig und die sanitaeren Anlagen bieten nicht selten nicht mal fliessend Wasser: Das heisst kein Lavabo, keine Dusche und keine Toilette wie wir sie kennen. Man duscht indem man sich mit einem Kuebelchen Wasser ueber den Kopf giesst (Bucketshower). Das WC ist ein Plumpsklo.) und das Essen zwei Franken zu zweit. Fuer rund fuenf Franken ist man zu zweit koeniglich in top Restaurants. Hingegen Mac Donalds kostet dann verhaeltnissmaessig sehr viel. Ein Big Mac Menu vier Franken! Hier ist Fast Food ein Luxus! Apropos Essen: Standardmaessig mit den Haenden und grundsaetzlich scharf (seehr scharf!). Ein sehr typisches Gericht ist Reis und Chicken. Sate mit Wantong (oder so aehnlich?) gibts hier auch fast ueberall an Strassenstaenden: gegrillte Fleischspiesschen (favorisiert mit Chicken) mit Erdnusssauce und dazu eine Art Reispaste in Bananenblaettern gekocht. Eine weitere Spezialitaet ist GADO GADO. Gemuese mit Erdnusssauce. Das scharfe Essen sei anscheinend immer in direkter Linearitaet mit den vorhandenen Bakterien.
Jedes Land hat wieder neue Bakterien und in Sumatra hat mein Magen wieder zwei Wochen gebraucht, bis er die entsprechenden Massnahmen gegen die indonesischen getroffen hat. Jetzt ist alles schon wieder ok... Es wurde mir gesagt, dass wenn man laengere Zeit in Indonesien verweilt, sollte man alle halbe Jahre mal eine Wurmtablette schlucken...

Neben der umwerfenden Natur sind hier eindeutig die Leute ein Highlight. Extrem offen (was natuerlich zwischendurch auch nerft und extrem viel Energie kostet) moechte sich jeder mit einem unterhalten, uns nach Hause einladen, mit uns Fotos machen, Adresse austauschen usw. Wie ueberall in Suedostasien sind die Leute sehr zufrieden und extrem flexibel. Z.B. bei Buspannen (was hier zu einer Busfahrt dazu gehoert), regt man sich bei uns ziemlich bald mal auf. Hier koennen die Leute auch nach ueber stuendigen Stillstehens noch darueber lachen! Auch Koerperkontakt ist trotzt dem Islam so anders als bei uns. Nur bezogen mal auf Mann-Mann und Frau-Frau. Schnell hat man die Hand eines fluechtig Bekannten auf dem eigenen Knie, auch wenn die eigene schon da ist. Ungewohntes Gefuehl... Die fuer uns gewohnte Distanziertheit und Reserviertheit hat hier in den oeffentlichen Verkehrsmitteln auch schlicht kein Platz, man liegt mehr oder weniger quer uebereinander und es beklagt sich niemand, wenn man ploetzlich ein Arm, eine Hand ein Bein oder sonst was "mitten im Gesicht" hat. Ich vermute es wuerde auch als unanstaendig gelten, sich zu beklagen. Die Laermbelastung in Bussen ist teilweise richtig krass, man fuehlt sich als saesse man auf einem Wagen an der Streetparade wo einem anschliessend die Ohren droehnen! Die Musik, mit der man waehrend Busfahrten zugedroehnt wird, ist vergleichsweise human mit allem bisher in Suedostasien erlebten, sie kennen auch richtigen Pop und Rock.

Achtung, der folgende Abschnitt ist nur fuer die, die unsere folgende Reiseroute interessiert und die Suedostasien sehr gut kennen oder einen Atlas vor sich haben: Die Hauptreiseziele sind Bali, Java und Sumatra, frequentiert absteigend in der eben genannten Reihenfolge. Unser Ziel waere (ausser Bali und Malukku) den ganzen Weg durch das Archipelago in den Osten nach Papua Neu Guinea zu reisen. Die ersten sechs Wochen sind geplant Sumatra, Java und Kalimantan (auf Borneo). Anschliessen Sarawak, Sabah (Malaysia) und Brunnei. Dann weiter suedlich in die Philippinen, was auch einige Zeit beansprucht. Von dort dann wieder zurueck nach Indonesien und voraussichtlich dort Sulawesi, Flores (Nusa Tengarra) und dann West Papua (Irian Jaya), von wo aus wir ueber den Landborder nach Papua Neu Guinea wechseln moechten. Wir versuchen soviel wie moeglich mit dem Boot zu machen, doch durch die unregelmaessigen Fahrplaene und da in gewissen Laender eine Einreise nur mit Ausreiseticket moeglich ist (bisher nur Philippinen, wo sie uns einfach kein Visum geben wollen ohne Ausreiseticket! Im Indonesienkonsulat in Kuala Lumpur hatten wir mehr Glueck, kommt halt immer auf diejenigen Verantworlichen eines Konsulats an!) ist die Organisation und Koordination etwas kompliziert. Mal schauen...
23.07.2004 04:42:55 PM - nic
Indonesia-Sumatra-DSCF42851.JPG   In Georgetown, Malaysia haben wir die Faehre nach Medan auf Sumatra in Indonesien genommen. In Medan haben wir es nicht lange ausgehalten und sind mit einem dieser "poppigen" Busse mit droehnendem Bass in die Karo Highlands nach Berastagi gefahren.
23.07.2004 04:44:12 PM - nicole
THE BERASTAGI DAYS

"Are those dreadlocks real??" I knew who he was talking about,I saw this guy sitting in the corner before, with those big, long dreadlocks, looking all like Bob Marley, and dressed unusally trendy for this region, flower-power-hippy-style. After a while he came over to our table to clear away the dishes. We asked him a question, he started smiling, sat down next to us and we started chatting away. This is how we met Ismael, or Dr. Smiley as he likes to call himself. He lives in a village near Berastagi and works as a guide in the region and also helps out in this restaurant we were sitting, for free food. He's a real character, not just the way he looks, but also his personality, real original and charismatic. He told us stories of his trips to the jungle, he's a real jungle-man. We set up for the next day, he said he'd take us to his village, just as a friend,not as a guide.

So the next day we met at this restaurant (Rina's Raymond). We took off this village called Lagumba, which is really close to Berastagi. On the way everybody greeted and waved at him, he seems to be somewhat of a celeberety around here,everybody seems to know and like him - a chat here, some words there... We walked through Lagumba, where we were stared at by sweet little children with huge eyes, but VERY shy. Then we walked a bit up the hill, where the people of the village have their gardens where they grow fruits and vegetables that they sell at the market in Berastagi. He showed us fruits we've never seen before and made us try them. In general, we learnt a lot of things this day: You get cinnamon off a tree, and also avocado grows on trees. (Actually, I never thought where these things come from, started to feel like the kid from NYC who answers to the question: Where does milk come from? with: From the supermarket.)

Then we entered the jungle and followed a little path, again, Ismael explaining this and that. About two hours later we ended up in a hot spring. In exactly the right moment when the rain began to fall. Wonderful - lying in the hot water when the cool rain splashes on your head. It was funny to see the reaction of the people there: They didn't know which sight was more peculiar, these two foreigners or the rastaman. (Around here the people didn't know Ismael anymore.) Back in Berastagi we invited him for dinner, as a thank you for the nice day.

The reason we came to Berastagi was the two volcanoes in the area, both of which you can climb, and both of them still active, but not dangerous. We decided spontaneously to take Ismael as a guide, even though you can climb one of them without one. But he said he could lead us up to the top through the jungle, which is a nice alternative to the paved road leading to the top. And since he is a really nice chap we thought it's a fun idea doing the thing with him. So again, we arranged to meet the next morning at Raymond's, quite early cause the weather tends to change in the afternoon. So we dragged ourselves out of bed very early but eager for our first volcano experience in Indonesia. An American girl joined us, Ismael had met her the night before. The first bit we went by bus. We didn't pay the full fare, so we had to sit on the roof of the bus. A totally normal thing around here, but quite scary for people like me. I couldn't face the direction we were heading, made me feel sick. With one hand I held on to the reeling on the side of the bus, with the other I gripped Nic's leg. What if the driver had to break real hard? What if in a turn I lost my balance? What if a branch of the trees on the side of the road hit my head? A thousand deaths I died on this short trip. Then we started trekking through the jungle, at some times it was a pleasent walk, sometimes really steep that we had to hold on to all kinds of plants to pull us up. But it was real fun and adventurous, and quite of an exercise! The top of the volcano, looking down into the crater, with about five holes where steam was shooting out so powerful, like geysirs, that was real awarding. And the view around us, hills covered with dense jungle as far as we could see - amayzing. We sat down, had a sandwich and enjoyed it all. Then we walked down to the crater, got really close to the steam. That was quite impressive but also a bit scary - This thing is alive!! Don't wake the beast... The way down was not as intense as going up. After a while it started drizzling, then it turned into rain, so we got quite soaked. Again, we ended up in a hot spring, which was perfect for our tired muscles and aching legs...

That evening Ismael took the two of us to his sound studio, where he regularly jams with his friends. Playing the guitar he looks like Lenny Kravitz. They all took turns playing the different instruments. Some tunes sounded really cool. It was like at home, sitting around and listening to people play music.

Actually, we hadn't planned to stay that long in Berastagi, but when we were told that there was an annual festival going on in a small village nearby, we decided to stay another day. The people we met at Raymond's invited us to join them: That were two girls, Ima and Julie, both working at that place, then Jeff, an American guy living in Berastagi doing research and Ismael, of course. In the end we were a whole bunch of people, very multi-national and of all ages. Some of them spoke English, but Jeff had to do a lot of translating and explaining. The name of the village is Suca, which means happy. First, we went to one of the girl's mam's place. We were all sitting on the floor, rice and chicken and many other things were served, for example sweet sticky rice wrapped in bamboo leaves. We sat there for quite a while, then headed off to the area of festivity. A big covered square with stage , where a traditional dance was performed. People were sitting on the floor in front of the stage. Our arrival there turned into a real spectacularity, taking the whole attention from what was going on on the stage for a while. After six months of travelling we are somewhat getting used to being stared at, but this was almost too much for a short while. A whole village staring and pointing at us, some silently and intense, others nodding and smiling friendly. Some turned back to what was happeing on stage, but others just couldn't take their eyes off the aliens. The dance was funny to watch. Two rows of people, one men and one women, never touching. Actually, not much happens, not many movements at all, just towards the middle of the song they approach each other in a 'flirty' way, turning around themselfes, but soon after backing away from each other, forming the two rows, fiddling with their hands, until the song is over. And that over and over again...

After watching the dance for a while, we went to somebody else's house, where more delicious food was served, a spicy pineapple salad, mor rice, vegetables and - yummie - pig's blood and chicken head. The atmosphere was great, everybody on the floor, happy children tumbling around, there a cat begging for food and people chatting in all kinds of languages, from English to Malay to Indonesian and Karo, the local language. It was dark by the time we returned to Berastagi, tired from all the impressions but happy, and stuffed!
23.07.2004 04:47:40 PM - nicole
Indonesia-Sumatra-DSCF42891.JPG   Indonesia-Sumatra-DSCF4308.JPG
23.07.2004 04:48:59 PM - nicole
Indonesia-Sumatra-DSCF4318.JPG   Indonesia-Sumatra-DSCF4413.JPG
23.07.2004 04:49:57 PM - nicole
Indonesia-Sumatra-DSCF4370.JPG
23.07.2004 04:50:43 PM - nicole
Indonesia-Sumatra-DSCF4444.JPG   Indonesia-Sumatra-DSCF4475.JPG
23.07.2004 04:52:14 PM - nicole
Indonesia-Sumatra-DSCF4494.JPG   Indonesia-Sumatra-DSCF4511.JPG
23.07.2004 04:53:16 PM - nicole
Indonesia-Sumatra-DSCF4612.JPG   Indonesia-Sumatra-DSCF4628.JPG
23.07.2004 05:14:20 PM - nicole
Klassische Longhouses von Nord Sumatra   Indonesia-Sumatra-DSCF4643.JPG
23.07.2004 05:20:46 PM - nicole
ACHTUNG: Hier in Indonesien (und wahrscheinlich auch in den Philippinen) gibt es nicht so viele Internetmoeglichekeiten, und wenn dann ist es seeeehr langsam. Deshalb werden unsere Bildupdates in naeherer Zukunft voraussichtlich eher spaerlich ausfallen. Habt Geduld und vergesst uns trotzdem nicht...
23.08.2004 06:30:56 AM - nicole
Indonesia-Sumatra-Dscf5880.avi   Funny apes (Fuer Download: Rechte Maustaste, "Ziel speichern unter" auswaehlen, dann Ort auf Computer auswaehlen. Groesse 9 MB)
23.08.2004 07:27:37 AM - nicole
Letzte Eindruecke von Sumatra mit der faszierenden Architektur der Longhouses im Norden.   Indonesia-Sumatra-DSCF4654.JPG
23.08.2004 07:28:39 AM - nicole
Indonesia-Sumatra-DSCF4660.JPG   Eine Art Haus-Friedhof...
23.08.2004 07:29:31 AM - nicole
Im Sueden von Sumatra: Benkulu an der Westkueste.   Indonesia-Sumatra-DSCF4714.JPG
23.08.2004 07:30:30 AM - nicole
Indonesia-Sumatra-DSCF4736.JPG   Indonesia-Sumatra-DSCF4774.JPG
23.08.2004 07:31:06 AM - nicole
Indonesia-Sumatra-DSCF4744.JPG
23.08.2004 07:32:07 AM - nicole
Arrived in Jakarta, on Java. The capitol city from Indonesia.   Indonesia-Jakarta-Java-DSCF4796.JPG
23.08.2004 07:32:51 AM - nicole
Indonesia-Jakarta-Java-DSCF4837.JPG   Indonesia-Jakarta-Java-DSCF4867.JPG
23.08.2004 07:34:15 AM - nicole
Wieder was Neues: Lichtsignale fuer den Rollstuhlfahrer.   Indonesia-Jakarta-Java-DSCF4874.JPG
23.08.2004 07:35:26 AM - nicole
Indonesia-Jakarta-Java-DSCF4891.JPG   Indonesia-Jakarta-Java-DSCF4914.JPG
23.08.2004 07:37:59 AM - nicole
Indonesia-Java-DSCF4950.JPG   Arrived in Central-Java, Yogyakarta, dem spirituellen und kuenstlerischem Zentrum von Indonesien. Hier ein Waechter des Kratons, das Heim des aktuellen Sultans.
23.08.2004 07:38:45 AM - nicole
Indonesia-Java-DSCF4982.JPG   Indonesia-Java-DSCF5001.JPG
23.08.2004 07:39:37 AM - nicole
Indonesia-Java-DSCF5004.JPG   Indonesia-Java-DSCF5007.JPG
23.08.2004 07:41:15 AM - nicole
Borobodur   Indonesia-Java-DSCF5026.JPG
23.08.2004 07:42:00 AM - nicole
Indonesia-Java-DSCF5046.JPG   Indonesia-Java-DSCF5058.JPG
23.08.2004 07:44:04 AM - nicole
Kaliurang, ist ein kleines herziges Oertchen in den Bergen mit einem der sechs meist aktiven Vulkane der Welt.   Indonesia-Java-DSCF5162.JPG
23.08.2004 07:45:25 AM - nicole
Indonesia-Java-DSCF5083.JPG   Indonesia-Java-DSCF5091.JPG
23.08.2004 07:46:00 AM - nicole
Indonesia-Java-DSCF5097.JPG   Indonesia-Java-DSCF5147.JPG
23.08.2004 07:47:15 AM - nicole
Back in Yogyakarta.   Indonesia-Java-DSCF5168.JPG
23.08.2004 07:48:21 AM - nicole
Indonesia-Java-DSCF5187.JPG   Indonesia-Java-DSCF5190.JPG
23.08.2004 07:48:55 AM - nicole
Indonesia-Java-DSCF5198.JPG   Indonesia-Java-DSCF5206.JPG
23.08.2004 07:49:57 AM - nicole
Indonesia-Java-DSCF5214.JPG   Indonesia-Java-DSCF5178.JPG
23.08.2004 07:51:50 AM - nicole
Finally arrived in East-Java, Bromo Region, where we were the first time really happy about our sleeping bags...   Indonesia-Java, Bromo-DSCF5220.JPG
23.08.2004 07:53:13 AM - nicole
WITH ONE HORSEPOWER AROUND BROMO

We decided to go to Mt. Bromo while looking at a postcard with a spectacular sight of the volcano and its surroundings. As we arrived in the little village of Cemoro Lawang, we had exactly the same sight as on that postcard. It is an amazing sight. Two volcanos next to each other: one of them Bromo, still active (actually killed three people just about three/four weeks ago by exploding and shooting stones and rocks about), a huge crater looking like a lunar landscape. The second volcano is called Batok, perfect shape of a typical volcano with the flat summit, it's green colour giving an intresting contrast to the grey and black sand of Bromo. There is a third one in the area, but it's hidden behind the other two.

There were many men on horses around Cemoro Lawan offering a ride to Bromo and back. We both liked the idea with the horses (thank god it wasn't just me :-), but we didn't like the idea of the horsemen walking next to us, and we didn't just want to go to Bromo and back again, a distance which takes about an hour on foot. So we started to negotiate with some of the horsemen about our own customised tour> We wanted to hire two horses together with one guide on a horse. We didn't want anybody walking next to us. And we wanted to go all the way around the Bromo area, if somehow possible. It took us a while to explain this to them and then it took us another while to negotiate a price that suited everyone. We were rewarded for our patience and had a deal for the next day at 9am for a trip that would take roughly 5 - 7 hours. Perfect! I should mention at this point that Nic had never even sat on a horse before, but he wasn't too worried about it. And I assured that the first time on a horse isn't as difficult as the first time driving a car - no clutch and stick shift and nothing. And I guessed that we'd be going slowly anyway. So the next day we met our happy, always smiling horseman with the three horses . We mounted and took off. Nic sat on the small light brown one, me on the big white one and the guide took his with the spikey mane. Before us lay the beautiful flat steppe called the sea of sand, the kind of landscape that is perfect to discover on the back of a horse - my dream! The first ten minutes or so we were just walking behind each other, Nic getting used to the rocking rhythm of the horses walk, me just smiling and enjoying the moment, once in a while glancing over my shoulder checking on Nic - he was doing fine. Then our guide decided to speed up a little, explaining that hissing something like "hshh" would make them go faster. Well, from that moment Nic's horse, still a rather young one, noticed that it had an unexperienced rider on it's back and started to fool around. It didn't go faster but started to turn to the right and walk off in that direction. Ok, the horse may not have a clutch and it sure has no steering wheel and Nic had his problems persuading it to walk our direction again. He tried hard, though... So the guide swapped his horse with Nic's, and Nic was now sitting on the one with the spikey mane. This worked much better, for one reason because the guide was now at the back of our little row, Nic in the middle and me up front; and whenever "Spikey" heard the "hshh" of its owner, it did what it was supposed to do. We trotted for a while through the steppe, the perfect setting for every western movie. After a while I started to feel sorry for Nic, because if you're not used to the horse's trott it can really shake you up and can get really tiring. But as I always heard his enthusiastic "hshh" behind me, I thought alright then, let's go on.

We finally slowed down as the landscape changed, it got slightly hillier and the path narrowed and wasn't as flat anymore. I gladly noticed that Nic and Spikey were cooperating just fine. From far I had noticed that an area in front of us was on fire and we were steadily approaching this area. As the hissing of the flames grew louder and the smoke thicker I looked at our guide in question, but he just went "Is no problem, is no problem!". Well, my horse didn't think it is no problem or just simply didn't understand him and stood still, didn't want to move further. The flames weren't high at all, just on ground level, but still, the sound was quite scary - for me too. So I got off and started talking to the horse, pulled a little and finally, taking one step carefully after the other we passed the obstacle, the others following. We walked a bit further away from the danger, the wanted to get on the horses again, but this proved to be a problem. Nic's horse was angry at its owner for betraying it and sitting on another horse, so it started kicking around, trying to hit the owner. I was real scared about Nic, but he was so cool about it, holding it tight and even telling it off! From now on, whenever we got off and wanted to get back on again, there were some turbulences. But then, after walking a bit, they forgot all about it and trotted along, totally calm.

The landscape changed again and we went through a forest, a cool break from the heat of the plain. We were now riding for about three hours, and we felt it in our bums and knees. We left the forest behind us, walked down a long and steep path until we were back on the plain again, the ground becoming more and more sandy - perfect for a little gallop, I thought. Nic was still happily hshhing behind me. My horse liked the idea too, picked up pace and fell into a soft, smooth gallop. Oh man, I had forgotten what a wonderful feeling this is! I looked over my shoulder and noticed that Spikey was galloping too, but I couldn't see Nic's expression on the face. As we slowed down again he was sure that his horse had just taken off and flew over the sand.

The sand changed its colour to grey and black, there was no more vegetation, we were in the middle of a black desert. To our left we saw the back of Bromo, black sandy hills. It was like riding on the moon! More gallops. The horses grew more and more excited, we could hardly stop them, we were approaching home. In the distance we saw the village on the edge of the crater, coming closer and closer.

In the end the trip took six hours. Getting of the horse and jumping to our feet was painful. We wondered how tomorrow would be... I was glad that Nic enjoyed it as much as he did and would do it again. It was quite a long ride for the first time, and not always that smooth. It was like lesson one to ten packed in one. He even had a souvenir of our little adventure: He had two huge blisters on his behind, which prevented him from sitting and lying comfortably for at least two weeks...
23.08.2004 07:55:05 AM - nicole
Indonesia-Java, Bromo-DSCF5222.JPG   Indonesia-Java, Bromo-DSCF5276.JPG
23.08.2004 07:56:08 AM - nicole
Indonesia-Java, Bromo-DSCF5270.JPG
23.08.2004 07:56:38 AM - nicole
Indonesia-Java, Bromo-DSCF5290.JPG   Indonesia-Java, Bromo-DSCF5292.JPG
23.08.2004 07:57:44 AM - nicole
Indonesia-Java, Bromo-DSCF5357.JPG   Indonesia-Java, Bromo-DSCF5358.JPG
23.08.2004 08:00:02 AM - nicole
Indonesia-Java, Bromo-DSCF5360.JPG   Indonesia-Java, Bromo-DSCF5368.JPG
23.08.2004 08:00:32 AM - nicole
Indonesia-Java, Bromo-DSCF5376.JPG
23.08.2004 08:01:49 AM - nicole
Indonesia-Java, Bromo-DSCF5386.JPG   Indonesia-Java, Bromo-DSCF5306.JPG
23.08.2004 08:02:19 AM - nicole
Indonesia-Java, Bromo-DSCF5349.JPG
23.08.2004 08:05:35 AM - nicole
Indonesia-Kalimantan-DSCF5404.JPG   From East-Java we went to South-East Kalimantan on Borneo.
23.08.2004 08:07:08 AM - nicole
Indonesia-Kalimantan-DSCF5444.JPG   Indonesia-Kalimantan-DSCF5432.JPG
23.08.2004 08:08:04 AM - nicole
Indonesia-Kalimantan-DSCF5435.JPG   Indonesia-Kalimantan-DSCF5477.JPG
23.08.2004 08:08:56 AM - nicole
Indonesia-Kalimantan-DSCF5488.JPG   Indonesia-Kalimantan-DSCF5541.JPG
23.08.2004 08:10:39 AM - nicole
Tanjung Putin Orang Utan DSCF5547.JPG   KALIMANTAN UND ORANG UTANS

Banjarmasin war unsere erste Stadt auf der riesigen Insel Kalimantan. Danach ging es nach Pangkala Bun und von dort weiter in die ganz kleine Hafenstadt Kumai. Hier gefiel es uns besonders gut, eine kleine, uebersichtliche Stadt. Die Leute waren auch nicht so aufdringlich wie wir es an anderen Orten bisher erlebt hatten.
23.08.2004 08:11:31 AM - nicole
Tanjung Putin Orang Utan DSCF5567.JPG   Tanjung Putin Orang Utan DSCF5571.JPG
23.08.2004 08:11:56 AM - nicole
Wir waehlten Kumai als Ziel weil man von dort Zugang zum Nationalpark Tanjung Putin hat. Hier gibt es eines der beruehmten Orang Utan Rehabilitationszentren. Der Park ist nur per Boot zugaenglich. Am Tag unserer Ankunft in Kumai lernten wir Michelle, eine Krankenschwester aus England kennen. Wir entschieden uns, den Trip mit ihr zu unternehmen, damit wir alle die Kosten etwas senken koennen. Die Miete des Bootes und Essen war naemlich gar nicht so billig. Der Captain des Bootes hiess Yono, sein Gehilfe und super Koch war Nopal. Wir wollten drei Tage und zwei Naechte auf dem Boot verbringen. Es versprach eine sehr erholsame Zeit zu werden. Wir assen alle Mahlzeiten auf dem Boot. Die beiden entpuppten sich als sehr gute Koeche, wir wurden regelrecht verwoehnt. Fruehstueck gab es jeweils sehr frueh, zwischen 7 und 7.30 Uhr. Danach tuckerlten wir einige Stunden flussaufwaerts bis wir unser naechstes Ziel erreicht hatten. In diesem Park gibt es drei verschieden Auffangsstationen, wo Orang Utans, die mal in Gefangenschaft lebten, hinkommen, aufgepaeppelt werden und trainiert, um wieder in Freiheit leben zu koennen. Diese Camps haben jeweils einmal am Tag eine oeffentliche Fuetterungszeit.

Die Orang Utans sind wirklich sehr liebenswuerdige Tiere, stundenlang koennte man nur dastehen und sie beobachten. Wie der Mensch haben sie tausend verschiedene Gesichtsausdruecke und sie sind sehr neugierig. Da die meisten dieser Affen an Menschen gewoehnt sind, kommen sie auch sehr nahe zu einem hin. Gerne greiffen sie nach Kameras und Hueten. Es ist spannend zu beobachten, wie sich Mami Orang Utan ruehrend um ihr Baby kuemmert. Diese Tiere verzauberten uns regelrecht, jetzt kann ich die Faszination fuer diese Tiere wirklich verstehen. Wir machten auch einige Wanderungen durch den Dschungel, und hie und da entdeckten wir wieder einen in den Baeumen haengen. Diese Tiere sind wirklich Weltmeister im faul herumhaengen. Es ist unglaublich wie sie es auf einem duennen Astliegend bequem machen koennen.

Alles in allem finde ich die Einrichtun eine gute Sache. Doch ich finde das Wort "Rehabilitation" etwas unguenstig gewaehlt, passender waere offener Zoo oder soetwas. Diese Affen haben staendigen Kontakt mit fremdem Menschen. Taeglich wird ihnen Futter an die gleiche Stelle gebracht. Und auch die sogenannten rehabilitierten Orang Utans schauen fast taeglich bei den Futterstellen vorbei, ist doch bequemer als selber im Wald fressen zu suchen. Auch die Touristen, sie gehen sehr nahe ran. Obwohl es eine Regelung gibt, dass man 5 Meter Abstand halten muss, halten das natuerlich nicht alle ein. Man moechte halt denen Zuhause schon unbedingt ein Bild zeigen koennen, wie man den Arm um Mama Orang Utan haelt.

Viele dieser Tiere wurden als Babies gefangengenommen, ein huebsches exotisches Haustier. Die Mutter wird meist getoetet, weil sie ihr Kind verteidigen will oder durch Holzschlag, was in Kalimantan leider ein sehr grosses Problem ist. Werden diese Babies dann groesser und gefraessiger, sind die Besitzer dann bald ueberfordert und bringen das Tier in ein solches Camp. Manchmal spuert auch die Polizei die Besitzer auf und nimmt ihnen das Tier weg. In diesen Camps werden sie dann aufgepaeppelt und daran gewoehnt in Freiheit zu leben. Aber ich glaube dies ist eine unmoegliche Angelegenheit. Die wenigsten dieser Tiere wird je fit genug sein, um ganz auf sich alleine gestellt ueberleben zu koennen. Ein anderes Problem, was die Orang Utans in diese Camps bringt, ist die Abholzung ihres natuerlichen Lebensraumes. Sie werden regelrecht obdachlos. Fazit, in diesen Camps geht es ihnen definitiv besser als bei ihren frueheren Besitzern, auch ist ihr Lebensraum hier geschuetzt, weil sich diese Rehabilitationszentren immer in Nationalparks befinden. Doch das Wort "Rehabilitation" trifft die Sache nicht ganz richtig. Die Touristen dorst sind zwar etwas aergerlich, man moechte ja die einzigen sein, doch sie bringen Geld fuer die Projekte und helfen das Problem an die Oeffentlichkeit zu bringen.

Neben dem Beobachten der Orang Utans wanderten wir noch etwas durch den Dschungel, wo wir Pilze in den verschiedensten Farben sahen, unglaublich hohe Baeume ueber deren geschlungenen Wurzeln wir klettern mussten. Viel Zeit verbrachten wir auch auf dem Boot, die Art des Bootes nennt man Klotok, wo wir plauderten, lasen oder Ausshau nach anderen Tieren wie Krokodilen, Schlangen oder anderen Affen auf den Baeumen am Flussufer hielten. Nachdem es dunkel wurde, verkrochen wir uns unter das Moskitonetz und lauschten der Musik der Natur bis wir einschliefen... Am Abend des dritten Tages waren wir zurueck in Kumai.
23.08.2004 08:12:58 AM - nicole
Tanjung Putin Orang Utan DSCF5599.JPG   Tanjung Putin Orang Utan DSCF5607.JPG
23.08.2004 08:15:53 AM - nicole
Tanjung Putin Orang Utan DSCF5609.JPG
23.08.2004 08:16:41 AM - nicole
Tanjung Putin Orang Utan DSCF5648.JPG   Tanjung Putin Orang Utan DSCF5670.JPG
23.08.2004 08:17:50 AM - nicole
Tanjung Putin Orang Utan DSCF5698.JPG   Tanjung Putin Orang Utan DSCF5704.JPG
23.08.2004 08:19:08 AM - nicole
Tanjung Putin Orang Utan DSCF5716.JPG   Tanjung Putin Orang Utan DSCF5761.JPG
23.08.2004 08:20:22 AM - nicole
Tanjung Putin Orang Utan DSCF5735.JPG   Tanjung Putin Orang Utan DSCF5813.JPG
23.08.2004 08:21:30 AM - nicole
Tanjung Putin Orang Utan DSCF5785.JPG   Tanjung Putin Orang Utan DSCF5828.JPG
23.08.2004 08:22:00 AM - nicole
Tanjung Putin Orang Utan DSCF5869.JPG
23.08.2004 08:22:39 AM - nicole
KALIMANTAN - unser Weg von Kumai nach Pontianak

Unsere Reise sollte nun weiter nach West Kalimantan zu der Stadt Pontianak, wo man ueber die Grenze nach Sarawak, Borneo Malaysia kann. Wir fanden heraus, dass es keine direkte Strasse nach Pontianak gibt. Alle sagten uns, wir sollten fliegen, schnell und billig. Wir wollten es uns jedoch nicht so einfach machen. Nach etwas herumfragen fanden wir heraus, dass man via zwei, drei anderen Oertchen auch auf dem Landweg nach Pontianak kommt. Der erste Schritt war zurueck nach Pangkala Bun, wo wir ein Speedboat in das Doerfchen Kota Waringenlama nahmen. Diese Speedboads fassen ca. sechs Leute, dienen als Wassertaxi und fahren wenn sie voll sind. Nach zwei Stunden holpriger Fahrt neben einem sehr lauten Motor kamen wir endlich an. Taub stiegen wir wieder an Land, schleppten uns die Boeschung hoch und standen mitten im Dorfkern. Schnell scharten sich einige Leute um uns herum, die uns alle irgendwie helfen wollten. Nach einigem Gestikulieren stellte sich heraus, dass wir mit einem Kijang (Toyota-Jeep der auch als shared Taxi funktioniert)noch zum naechsten Staedtchen Sukamara kommen werden. Diese Fahrt dauerte weitere zwei Stunden. Bei Ankunft war es bereits dunkel. Wir wurden bei dem einzigen Losmen (billiges Hotel) rausgelassen und waren sehr ueber die Sauberkeit der Raeumlichkeiten erfreut, und es hatte sogar eine richtige Dusche! Die letzten Wochen hatten wir nur diese "bucket showers", wo man sich einen Kuebel voller Wasser ueber den Koerper leert.

Am naechsten Tag inspizierten wir das kleine, staubige Sukamara, bevor wir uns zum Pier begaben, wo eine weitere Speedboatfahrt auf uns wartete. Ziel war Manis Mata. Um Mittagszeit kamen wir dort an. Schnell erfuhren wir, dass heute kein Bus mehr faehrt, erst am naechsten Morgen frueh um sechs Uhr. Wir moegen diese kleinen Orte also stoerte es uns auch gar nicht, hier eine Nacht gestrandet zu sein. Wir liefen die drei bis vier Strassen des Ortes ab, bis uns jeder Einwohner mindestens einmal mit Hello Mister begruesst hatte.

Rechtzeitig standen wir am naechsten Morgen bereit, doch weit und breit kein Bus, und es sah auch nicht so aus als ob noch einer fahren wuerde. Hmmm... etwas verwirrt standen wir nun da, bis uns einer sagte "bus broken, tomorrow". So verbrachten wir einen weiteren ruhigen Tag in Manis Mata. Wir sahan dann auch am naechsten Morgen das der Bus hoechst sensibel nach Zusammenbruechen oder sogar totalem Stillstand aussah. In so einem Geschwuer sassen wir bis jetzt noch nie: jegliche Stossstangen fehlten, keine Tueren und viele Fenster waren auch nicht mehr vorhanden. Es sah aus, als ob er jeden Moment auseinanderfallen wuerde. Die zehn Stunden nach Ketapan waren eine hoechst staubige Angelegenheit, alles von Haare, Kleider bis Gepaeck hatte nachher einen roetlichen Schimmer. Mit dem obligaten Stopp, wo die gesamte Buscrew (es fahren immer mind. vier weitere Leute neben dem Fahrer mit, egal wie klein oder gross der Bus) mit Werkzeugen haemmernd unter unter dem Bus liegt, kamen wir nach sonst unspektakulaerer Fahrt in Ketapan an. Einen Tag verbrachten wir in dieser Stadt, die viel angenehmer war als erwartet. Dann nahmen wir die Faehre, dia auf dem Meer nach Pontianak fuhr.

Die ganze Reise dauerte vier Tage laenger als wenn wir das Flugzeug genommen haetten. Es war wohl einiges spektakulaerer so, wir sahen viel mehr von Kalimantan. Manchmal war die Landschaft etwas frustrierend, an vielen Orten "fehlt" einfach etwas - der Wald. Vieles wurde abgeholzt, ein weiterer grosser Teil wurde von einem riesigen Feuer 1997 zerstoert. Auf unseren Speedboatfahrten auf den Fluessen kamen uns einige grosse Felder von zusammengereihten Baumstaemmen von Schiffen gezogen entgegen. Diese Felder nahmen fast die ganze Breite des Flusses in Anspruch. Wir sahen auch, dass die meisten Doerfer am Flussufer von diesem Holzbusiness abhaengig sind. Ein trauriger Kreislauf...
23.08.2004 08:23:25 AM - nicole
Indonesia-Kalimantan-DSCF5916.JPG   Indonesia-Kalimantan-DSCF5934.JPG
23.08.2004 08:24:43 AM - nicole
Indonesia-Kalimantan-DSCF5950.JPG   Indonesia-Kalimantan-DSCF5990.JPG
23.08.2004 08:25:40 AM - nicole
Indonesia-Kalimantan-DSCF5953.JPG   Indonesia-Kalimantan-DSCF5965.JPG
23.08.2004 08:27:31 AM - nicole
Kuck mal, eine Ananas waechst hier einfach so am Wegrand!   Indonesia-Kalimantan-DSCF5968.JPG
23.08.2004 08:28:05 AM - nicole
Indonesia-Kalimantan-DSCF5972.JPG   Indonesia-Kalimantan-DSCF5975.JPG
13.12.2004 12:58:06 AM - nic
Indonesia-Sulawesi-DSCF7218.JPG
13.12.2004 12:59:20 AM - nic
Indonesia-Sulawesi-DSCF7251.JPG   Spezialitaeten von Manado: Ratten, Fledermaeuse und Hunde sind hier Delikatessen.
13.12.2004 12:59:45 AM - nic
Indonesia-Sulawesi-DSCF7249.JPG   Indonesia-Sulawesi-DSCF7259.JPG
13.12.2004 01:00:21 AM - nic
Indonesia-Sulawesi-DSCF7271.JPG   Indonesia-Sulawesi-DSCF72801.JPG
13.12.2004 01:00:50 AM - nic
Indonesia-Sulawesi-DSCF7297.JPG   Indonesia-Sulawesi-DSCF7305.JPG
13.12.2004 01:01:41 AM - nic
Gizmo - Es gibt ihn doch!

Wer hat sich damals (wohlgemerkt in meiner Alterskategorie) nicht auch einen Gizmo als Haustier gewuenscht, nachdem er den Film Gremlins (Ich glaube von Spielberg?) gesehen hatte. Dieses langhaarige Fabelwesen mit den viel zu gross dimensionierten, lieblichen Augen und den fledermausaehnlichen "dreieckigen" Ohren in der Dimension von ca. 10 Zentimetern ist, so scheint es, eine Abkupferung des in Nordsulawesi (Indonesien) lebenden Tarsiers. Er gilt als kleinster Primat der Welt. Seine ueberdimensionierten, menschlichen Haende machen das obskure Bild komplett.

Tarsier leben in Familienverbaenden mit bis zu sechs Mitgliedern in speziell auserwaehlten hohlen Baeumen. Sie sind nachtaktiv und kommen jeden Abend puenktlich nach Sonnenuntergang am unteren Ende des Baumes zum Vorschein wo sie dann von einem Baeumchen (Durchmesser ca. 2 Zentimeter) zum naechsten in einem Bodenabstand von nur einem Meter sich fortbewegen. Die schnelle Fortbewegung sieht total unecht aus - als ob im Zeitraffer beschleunigt.
  Indonesia-Sulawesi-DSCF7316.JPG
13.12.2004 01:02:39 AM - nic
Indonesia-Sulawesi-DSCF7325.JPG   Indonesia-Sulawesi-DSCF7309.JPG
13.12.2004 01:03:20 AM - nic
Simples Spielzeug - selbergebaut!   Indonesia-Sulawesi-DSCF7330.JPG
13.12.2004 01:05:35 AM - nic
Indonesia-DSCF7364.JPG   Hier kommt eigentlich ein ausfuehrlicher Text von Nicole ueber unsere viertaegige Kreuzfahrt auf dem Cockroach Express - Doch leider wurde der Text von einem Virus gefressen!!!
13.12.2004 01:06:06 AM - nic
Indonesia-DSCF7344.JPG   Indonesia-DSCF7345.JPG
13.12.2004 01:07:11 AM - nic
Indonesia-West Papua-DSCF7381.JPG   Die Gummizeit

Man weiss ja das wir es in der Schweiz sehr genau nehmen mit der Zeit. Das ist ausnahmsweise nicht nur ein Klische. Daraus waechst auch das Bewusstsein dass es an anderen Orten auf der Welt nicht so ist. Das festzustellen und das zu verinnerlichen hingegen sind zwei ganz verschiedene Sachen. Immer und immer wieder eckt man an im Versuch von den Leuten eine Zeitangabe zu bekommen. Da bringt es auch nichts wenn man diese Zahlen schwarz auf weiss gedruckt in einem Zeitplan erhaelt. Langsam erst lernen wir mit diesem voellig anderen Takt der Zeit umzugehen.

Da waren wir zum Beispiel die letzten zwei Tage an einem woechentlichen Festival wo sich die Leute der verschiedenen Regionen von West Papua (Indonesien) treffen um gegenseitig Kunst und Kultur auszutauschen. Um zu koordinieren welche Zeiten an welchen Tagen fuer uns interessant sind wollten wir wissen wann die verschiedenen Aktivitaeten wie Tanzen, Singen, Malen, Theater usw statt finden. Da niemand dies niemand so genau wusste und es auch niemanden so genau interessierte, waren wir uebergluecklich als wir von einem Organisator die komplette Kopie des Zeitplanes erhielten.
Diese Euphorie legte sich aber schnell wieder als wir feststellen mussten, dass das Programm dann doch erst zwei Stunden spaeter anfing und gemixt wurde mit dem Programm das eigentlich anschliessend kommen sollte. Konsequent entledigten wir uns wieder dieses Planes und tadelten uns weil wir uns einmal mehr unserer schwer abzulegenden schweizer Mentalitaet ertappt hatten.
13.12.2004 01:07:58 AM - nic
Indonesia-West Papua-DSCF7455.JPG   Indonesia-West Papua-DSCF7477.JPG
13.12.2004 01:09:17 AM - nic
Indonesia-West Papua-DSCF7496.JPG   In Papua gibt es aus fuer uns unerklaerlichen Gruenden sehr viele Albinos, die fallen natuerlich gleich stark auf wie wir...
13.12.2004 01:09:50 AM - nic
Indonesia-West Papua-DSCF7506.JPG   Indonesia-West Papua-DSCF7527.JPG
13.12.2004 01:10:21 AM - nic
Indonesia-West Papua-DSCF7564.JPG   Indonesia-West Papua-DSCF7580.JPG
13.12.2004 01:11:18 AM - nic
Im Herzen von West Papua

Das Baliem Valley ist ein Taal im Zentrum von West Papua eingebettet in eine Bergkette mit einer Hoehe von bis zu ueber 5000 Meter. Der einzige Ort in Suedostasien wo es manchmal sogar schneit! Das Taal selber ist jedoch auf "nur" 1500 Meter, was auch schon zu einer eher kalten Nacht fuehrt. Dichter Urwald umgibt das ganze Gebiet, so dass auch keine Strassen hier hin fuehren. Man erreicht Wamena, die Hauptstadt, nur mit dem Flugzeug oder durch wochenlanges Trekken - wir entschieden uns fuers Fliegen...

Von Wamena aus nehmen wir ein Taxi, Format Minivan, faehrt los sobald sich 20 Leute reingequetsch haben (Kinder sind hierbei nur als Fuellmaterial zu sehen). Das Ziel ist Wosi. Obwohl es befahrbare Strassen sind, ist hier die Hauptfortbewegungsmethode zu Fuss, wohlgemerkt Barfuss. Es ist dabei normal beim Kreuzen mit einer entgegenkommenden Person sich die Hand zu geben und einige Worte dabei zu wechseln. Die Leute die uns hier entgegenkommen finden wir mindestens so spannend wie sie uns. Sie sehen aus als wuerden sie eben von einem Festival kommen: Vogelfederbestueckter Kopfschmuck (Solch ein Stueck wartet jetzt hier in Neuseeland in der Karantaeneabteilung im Flughafen auf uns) in allen Variationen, das Gesicht mit schwarzer Farbe bemahlt, bis zu Maennern, die als einzige Bekleidung ein Bambusrohr in jeder Moeglichen Laenge, Groesse und Form ueber ihren Penis gestuelpt tragen. Dieses Rohr wird mit einem Schnuerchen in die gewuenschte Position gebracht: Von am Oberkoerper anliegend bis zu 45 Grad davon abstehend. Die Frauen tragen oftmals selbstgehaeckelte Netztaschen am Ruecken haegend um die Stirn. Einmal sind uns ca. zehn Frauen entgegengekommen, allesamt die ganzen Gesichter mit goldbraunfarbener Erde ueberzogen; Sie sind auf dem Weg an eine Beerdigungszeremonie.

Man ist nie alleine unterwegs, entweder trifft man gesellige Weggenossen oder dann hat es immer irgendwelche Jugendlichen, die uns mit einer faszinierden Ausdauer folgen und anstarren. Zum Teil folgen sie uns bis zu zwei Stunden, es gibt ja sonst nichts zu tun.

Wosi ist ein kleines Oertchen mit ca. 20 Haeusern bestehend aus einer runden Holzkonstruktion, mit einem Strohdach, das fast bis auf den Boden reicht: Wilkommen in SChlumpfhausen!

Wir treffen die Gemeinde gerade beim Verlassen des Sonntagsgottesdienstes an. In unserem Guide haben wir gelesen das eine Uebernachtung Vielerorts moeglich sei. Dank unserem sehr Basic-Indonesia, das wir uns in den bereits zwei Monaten Indonesien angeeignet haben, ist eine Konversation moeglich. Unterkunft sei ok! Und ob es hier irgendwelche Essstaende oder Restaurants gebe? Nein, aber wir koennen mit ihnen essen und auch gekochtes Trinkwasser haben sie. Wie es scheint sind wir gerade rechtzeitig zum Mittagessen gekommen. Die Frauen leeren ein ausgedientes Oelfass (ohne Deckel und Boden), welches lageweise mit heissen Steinen, dann Stroh, dann Gemuese gefuellt ist (Diese Steine wurden zuvor in einem Feuer heiss gemacht und so gaart dann alles fuer ca. eine Stunde). Zum Vorschein kommen Suesskartoffeln, Maiskolben, Kohl und ein weiteres unidentifizierbares Gruenzeug. Die Suesskartoffeln "Umi" sind ihre Hauptnahrungsmittel und diese gibts Morgens, Mittags und Abends! Es gibt sie weiss und gelb (etwas suesser). Hier wird noch gekocht wie vor tausende Jahren! Sie wurden von Missionaren zum Christentum bekehrt, aber gewisse Traditionen, so scheint es, lassen sie sich nicht nehmen. Zum Nachtessen werden wir in ein laengliches Strohdachhaus eingeladen, welches im Innern mit Stroh ausgelegt ist und in der Mitte, etwas in die Erde vertieft, brennt ein Feuer, das die ungemuetliche Abendkaelte fernhaelt. Hier sitzten alle Generationen zusammen und wir diskutieren ueber Gott und die Welt. Ein Junge, der schon in die hoehere Schule geht, erzaehlen sie uns zum Beispiel, geht dort in die Schule wo wir heute losmarschiert sind: drei Stunden ein Weg!

Am naechsten Morgen verabschieden wir uns von Benny und seiner Familie, geben ihnen einen Beitrag fuer ihre Unkosten, und machen uns wieder auf den Weg. Das Ziel heisst Pummo. Wir landen aus unerfindlichen Gruenden aber in Manda, wo wir uns dann spontan in Taxi ins Wolo Vallely quetschen, ein kleines Seitentaal vom Baliem Valley.

Wenn ich jetzt, zurueck in unserem Hotelzimmer in Wamena, zurueckdenke, kann ich es nur schwer fassen, ddass diese so herzlichen und liebenswuerdigen Menschen und ihre Art zu leben tatsaechlich in unserer Zeit noch existieren koennen und allen modernen Einfluessen (abgesehen von westlichen Kleidern) trotzen. Wir haben uns fuer einige Tage in die moderne Steinzeit katapultiert und das hinterlaesst bleibende Eindruecke.
  Indonesia-West Papua-DSCF7619.JPG
13.12.2004 01:13:31 AM - nic
Indonesia-West Papua-DSCF7647.JPG   Indonesia-West Papua-DSCF7652.JPG
13.12.2004 01:14:21 AM - nic
Indonesia-West Papua-DSCF7635.JPG   Indonesia-West Papua-DSCF7663.JPG
13.12.2004 01:15:34 AM - nic
Indonesia-West Papua-DSCF7681.JPG   Alltagsbemalung - erstaunlicherweise laufen hier die Leute wirklich noch so herum, nicht nur fuer Festivals...
13.12.2004 01:16:30 AM - nic
Indonesia-West Papua-DSCF7677.JPG   Indonesia-West Papua-DSCF7693.JPG
13.12.2004 01:18:27 AM - nic
Indonesia-West Papua-DSCF7705.JPG   Unten sieht man die Kochart im "Oelfass" mit heissen Steinen. Links das Endprodukt Sweet Potatos und Maiskolben: Schmeckt gut.
13.12.2004 01:20:29 AM - nic
Indonesia-West Papua-DSCF7714.JPG
13.12.2004 01:21:01 AM - nic
Indonesia-West Papua-DSCF7727.JPG   Indonesia-West Papua-DSCF7728.JPG
13.12.2004 01:21:37 AM - nic
Hart sind die Naechte hier!   Indonesia-West Papua-DSCF7736.JPG
13.12.2004 01:22:40 AM - nic
Indonesia-West Papua-DSCF7750.JPG   Indonesia-West Papua-DSCF7754.JPG
13.12.2004 01:23:25 AM - nic
Indonesia-West Papua-DSCF7759.JPG   Die Post von Schlumpfhausen - kann das wirklich funktionieren?
13.12.2004 01:23:56 AM - nic
Indonesia-West Papua-DSCF7771.JPG   Indonesia-West Papua-DSCF7787.JPG
13.12.2004 01:24:30 AM - nic
Indonesia-West Papua-DSCF7805.JPG   Indonesia-West Papua-DSCF7807.JPG
13.12.2004 01:29:12 AM - nic
Unten Links - Erster Schritt: Steine erhitzen.
Unten Rechts - Zweiter Schritt: Eine Lage heisse Steine, eine Lage Gemuese aufeinanderschichten.
Rechts - Dritter Schritt: Alles gut verschnueren und einige Stunden "kochen" lassen.
Letzter Schritt: Fertig! Essen!
  Indonesia-West Papua-DSCF7827.JPG
13.12.2004 01:30:03 AM - nic
Indonesia-West Papua-DSCF7810.JPG   Indonesia-West Papua-DSCF7852.JPG
13.12.2004 01:30:40 AM - nic
Indonesia-West Papua-DSCF7836.JPG   Indonesia-West Papua-DSCF7851.JPG
13.12.2004 01:31:58 AM - nic
Indonesia-West Papua-DSCF7909.JPG
13.12.2004 01:33:25 AM - nic
Indonesia-West Papua-DSCF7921.JPG   Indonesia-West Papua-DSCF7927.JPG
13.12.2004 01:34:01 AM - nic
Schockmomente

Wer kennt das nicht: Das Wasserwerk stellt fuer einige Stunden das Wasser ab. Wenn man anschliessend den Wasserhahn oeffnet kommt zuerst rostbraunes Wasser daher. So aehnlich ist das Syndrom auch bei Dehydration (Austrocknung des Koerpers).
Beim Urinieren musst ich ploetzlich feststellen das weder die Farbe noch die Konsistenz dem Originalzustand entsprachen. Mit Stichem im Unterkoerper und grippeartigen Schwaechegefuehlen machte mir mein Koerper zusaetzlich bewusst, dass etwas nicht in Ordnung ist.
Nachdem ich bereits den Parasit Girdiasis (Erreger von Durchfall) nach ca. dreiwoechiger Ratlosigkeit (Die Sydrome verschwinden u7#ch ?c? t]??Q????8  >  ?%! mit einem auf diesen Virus spezifiziertem Antibiotikum erfolgreich getoeted habe, bin ich mit Selbstdiagnosen mutiger.
In diesem Fall erzaehlte mit Nicole sie haette sowas gelesen im Zusammenhang mit Dehydration. Also heisst die Antwort in diesem Fall: Trinken! Das hat dann mit etwas Geduld tatsaechlich alles wieder normalisiert...

Oftmals sind unberuhigende Symptome beim Reisen auch nur ein Anzeichen des Koerpers fuer totale Ueberanstregung. Es hilft oftmals wenn man in solchen Momenten eine Pause von einigen Tagen einlegt und dem Koerper seine geforderte Ruhe goennt.
13.12.2004 01:34:49 AM - nic
Mobile Pumpstation   Indonesia-West Papua-DSCF7941.JPG
/Travel Diary Indonesia part 0 (July to August 2004) <<back